Indonesien Erfahrungsbericht

Ich habe selten in einem Land operiert, wo unsere Hilfe so sinnvoll eingesetzt wurde. Da es an allem fehlt, waren die Patienten äußerst dankbar.

2016 fand ein erneuter Einsatz in Indonesien statt. 30 Operationen haben wir in diesem  Jahr auf der Insel Flores unterstützt. Auf dieser Insel, die viele Touristen wegen der Komodovarane besuchen, leben abgeschieden von der Welt in den Bergen so viele Kinder und Erwachsene mit Hasenscharten und Wolfsrachen! Die Leute dort sind wirklich furchtbar arm, schaffen es so gerade , sich mit ihren geringen Einkünften und Ackerbau zu ernähren.  Sie verdienen im Schnitt 5 Euro pro Tag. Die Kinder, die dort mit einer Missbildung auf die Welt kommen, haben überhaupt keine Zukunft und auch nicht die Möglichkeit, aus eigener Kraft  ihr Leben zu verbessern.

Wir flogen von Jakarta nach Kupang auf Timor, von dort nach Labuan Bajo auf Flores und fuhren dann noch 4 Stunden in einem Pickup in die Berge hinein. Im Dunkeln warteten schon die Patienten auf uns, die wir auch sofort untersuchten. Am nächsten Tag fingen wir sofort an, zu operieren, 30 Patienten auf drei Tischen, es war unglaublich. Bei vielen verschlossen wir gleich .

Lippe und Gaumen, da man nie weiß, ob die Kinder auch wiederkommen.  Und es kamen nicht nur Kinder, sondern auch viele junge Männer mit großer, klaffender Spalte im Gesicht, die noch nie einen Arzt gesehen hatten.

Aber gerade in so primitiven Gegenden, wo man selber auch an seine Grenzen stößt, ist es umso schöner, den Menschen helfen zu können, denn dort brauchen sie uns wirklich! Und umso mehr freut man sich, wenn manche von den Kindern es dann  doch schaffen, wie dieser junge Mann, der auf Bali in einem Hotel arbeitet. Hier sieht kaum jemand, dass er auch mal als Hasenschartenkind auf die Welt kam!

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